Dolomitenlauf ´15 – Freud und Leid

Bereits letzten Donnerstag  bin ich wie in den letzten Jahren zum Dolomitenlauf gefahren. Der Schneemangel in Mitteleuropa machte auch vor Obertilliach nicht halt, wurde durch anhaltende Schneefälle in der Nacht zum Samstag weitestgehend behoben, was das Wachsen keineswegs vereinfachte. Ich hatte mir als Vorbereitung auf die kurz bevorstehende Winter-Universiade in gut einer Woche die kürzeren Distanzen vorgenommen. So waren jeweils 21km zu absolvieren.

 2. Platz Dolomitenlauf 2015 für Toni

Auf der doch anspruchsvollen Strecke entschied ich für das klassik Rennen am Samstag Steigwachs aufzutragen. Bei Temperaturen knapp über null Grad war die Aufrau-Variante die beste Wahl. Soweit so gut. Vom Start weg waren wir eine große Gruppe und auf der zum Teil katastrophalen Loipe kam es zu vielen Stürzen und Rangelein, denen ich vorerst ausweichen konnte. Wieder hinauf zum Stadion übernahm ich das Tempo und versuchte meinen Vorteil des Waxski auszunutzen. Das letzte bisschen Spur wurde vom Skidoo zerfahren und Klassik war nicht wirklich möglich. Konnte trotzdem das Tempo bestimmen bis 3km vor dem Ziel ich aus der Spur geschoben wurde, entging knapp einen Sturz und dann waren auch schon die ersten drei weg. Um den Kurven rein ins Stadion war zu den Skatingski der ersten auch nichts mehr aufzuholen und kam abgeschlagen auf den vierten Platz über die Ziellinie. Schon sehr ärgerlich, aber es war heute wohl nicht mein Tag.

 kritisch beim Dolomiti

Sonntag. Neuer Tag, neues Glück. Zusammen mit den Athleten aus dem FIS-Marathon-Cup, die das zweite Rennen der Serie nach Livigno über die 42km austrugen, starteten wir um 10 Uhr bei herrlichen Sonnenschein. Als Starter der kürzeren Distanz blieb uns ein Platz im Elite-Block verwehrt und ich musste mich weiter hinten einreihen. Startschuss und es ging auf meiner Seite nichts wirklich los. Keine Stürze, aber ein großer Anteil Frauen im rechten Starterfeld. Das ging ja schon wieder gut los. Sobald es möglich war, scherte ich aus und versuchte mich einige Plätze nach vorn zu arbeiten. Nach ca. 8km wurde das Tempo in der Führungsgruppe deutlich verschärft und ich war immer noch eingeklemmt. Bevor ich da noch vorbei war, war die Gruppe schon weg. Mit einem super Ski konnte ich auf dem Weg zur unteren Wende die verbleibenden Grüppchen einholen und sah jetzt nur noch die große Gruppe knapp 1min vor mir. Auf dem Rückweg arbeitete ich unermüdlich und hatte kurz nach dem Stadion die Lücke wieder geschlossen. Kurz danach teilte sich die Gruppe auf die zwei Distanzen und es bog nur Tobias Rath vor mir auf die kürzere Strecke ab. Sofort wurde attackiert, aber mir fehlten nach der kräfteraubenden Aufholjagt die letzten Körner um mitzugehen. Den Abstand von 100m hielten wir dann bis ins Ziel und distanzierten die weiteren Platzierten noch einmal deutlich. So nahm das Wochenende mit dem zweiten Platz noch ein versöhnliches Ende, auch wenn wieder nicht alles reibungslos verlief.

 Dolomitenlauf_21km_KT_2015

Dolomitenlauf_21km_FT_2015

Nächsten Sonntag werde ich mich dann in der Ski-Classics Serien bei der Marcialonga testen, bevor es vom Val di Fiemme aus direkt zur Universiade nach Strbske Pleso/Slowakei geht.

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