EM-Finale: Sumavsky Skimarathon

Zweiter Teil der Ski-Marathon Europameisterschaft

Zwei Wochen nach dem Koasalauf ging es am vergangenen Wochenende zum Klassikrennen der EM zum Sumavsky Skimarathon im Böhmerwald. Wir reisten bereits Freitag an um ausgiebig Material zu testen und uns die unbekannte Strecke anzuschauen. Immerhin lag Teamkollege Benni Seifert auf Platz 5 und ich auf Platz 4 mit nur wenigen Sekunden Rückstand auf den Führenden Jiri Rocarek  nach dem ersten Lauf noch sehr aussichtsreich in der Gesamtwertung. Es sollte Alles noch möglich sein…

Aufholjagt und Wachslotterie

Nach zwei Tagen mit Tauwetter war es am Wettkampftag überfroren und die Spuren waren fest wie Beton. Trotz angesagten leichten Schneefall mussten wir Klister auftragen, um überhaupt den nötigen Stieg zusammen zubringen.Ich erwischte einen schlechten Start und fand nicht so richtig ins Rennen. Konnte mich immer nur im hinteren Bereich der Spitzengruppe aufhalten. Bei Kilometer 8 startete der tschechische Weltcup Läufer, Martin Jaks, eine Attacke und zeriss das Feld. Der zweiköpfigen Spitzengruppe konnte nur Benni etwas folgen. Zusammen mit dem ersten und zweiten der EM Wertung, Jiri Rocarek und Thomas Freimuth und Dušan Kozisek bildeten wir die Verfolgergruppe, der ich am zweiten längeren Anstieg auch nicht folgen konnte. Mich holte eine weitere Gruppe ein und verlor so auf der ersten Rennhälfte über 2min auf Benni und eine weitere auf die Spitze. In der Zwischenzeit hatte es angefangen zu schneien und es bildeten sich sehr schnell Stollen unter den Skiern, aber damit hatten wohl fast alle zu kämpfen. Bei Kilometer 30 sah ich auf einmal die Verfolgergruppe kurz vor mir auf der Wiese. Nach ein paar Kilometer sammelte ich einen völlig erschöpften Kozisek ein und lief an die Gruppe heran, die inzwischen auch

auf Benni aufgelaufen war. Kurz ausgeruht und danach zog ich wieder mein Tempo durch, welches nur Thomas Freimuth folgen konnte. Von da an wechselten wir uns in der Führung ab und konnten schnell ein großes Loch nach hinten reißen. Ich versuchte immer wieder weg zu kommen, aber durch den Neuschnee in der Spur, hatte ich einfach schlechte Karten. Genauso wollte ich auf der Zielgeraden attackieren, aber ein Vorbeikommen im Tiefschnee war mit meinem Ski einfach nicht möglich. So wurde ich nach einem katastrophalen Start doch noch dritter hinter Jaks und Freimuth.

Ergebnisse 43km CT

Vizeeuropameister

Durch den dritten Platz konnte ich mich noch bis auf Platz 2 der EM vorschieben. Ich musste mich nur mit 7 Sekunden Rückstand nach viereinhalb Stunden Rennzeit Thomas Freimuth geschlagen geben. Dritter wurde Jiri Rocarek, vor Benni Seifert, Cazaux Baptiste und Sebastian Bech. In der Teamwertung feierten wir mit dem Fischer Subaru Team einen ungefährdeten Sieg! Stark Jungs…

Ergebnisse EM

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